Mühle Nr. 100 im Mühlenverzeichnis für niedersächsische Mühlen der Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM).

 

Wassermühle "Gut Altona" in Dötlingen

 

Die Wassermühle Altona wurde erst Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut, und ihre Gründung beruhte wohl eher auf einer politischen Entscheidung. Denn nachdem Graf Anton I von Oldenburg 1547 die Burg Delmenhorst von den Münsteranern erobert hatte, kam die Grafschaft Delmenhorst wieder in Oldenburger Besitz. Die Stadt Wildeshausen geh örte aber weiter zum Bistum Münster und war somit quasi Ausland. Weil der Graf seinen Untertanen untersagt hatte, ihr Getreide - wie bisher - in Wildeshausen mahlen zu lassen, ließ er direkt an der Grenze eine Wassermühle errichten. Den Wildeshausern war diese Mühle all zu nah - woraus wahrscheinlich - wie in Hamburg - der Name Altona entstand. Die Wassermühle kam 1603 in den Besitz des legendären Oldenburger Grafen Anton Günther. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch diese Mühle in Mitleidenschaft gezogen. So wurde die Altonaer Mühle 1627 abgebrannt und erst im Jahre 1630 wieder aufgebaut - ein Sandstein im Giebel erinnert an das Baujahr. In den Jahren 1704, 1733 und 1785 wurde die Mühle z.T. neu gebaut. Das jetzige Aussehen verdankt die Mühle einer Grunderneuerung im Jahre 1894. Die Mühle war bis 1960 in Betrieb. 1984 wurde die Mühle restauriert und zum Gesellschaftsraum des Hotel-Restaurants „Gut Altona umgebaut.

Der vorstehende Text wurde der Info-Tafel an der Mühle entnommen.


 

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Wassermühle "Gut Altona" in Dötlingen.

 

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Wassermühle "Gut Altona" in Dötlingen.

 

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Wassermühle "Gut Altona" in Dötlingen.

 

 

Mit Hilfe dieser Karte lässt sich die Wassermühle "Gut Altona" in Dötlingen leicht finden.


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Weitere Informationen:

Ehemalige Wassermühle (1894) mit Stau, Getreidemühle 2 geschossig und Motorraum (MAN 2 Zylinder v. 1928). 1985 zur Gaststätte umgebaut.

 

   
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